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25.01.2015, 23:27 Uhr | Sabine Weiler
Haushaltsrede der CDU-Gemeinderatsfraktion 2015
CDU-Gemeinderatsfraktion bezieht zum Haushalt der Gemeinde Forbach Stellung
„Unsere Gemeinden sind Orte der Wahrheit, unsere Gemeinden sind Orte der Wirklichkeit“, so Barbara Bosch, die Präsidentin des Städtetages und Oberbürgermeisterin von Reutlingen. Die Gemeinde Forbach ist für uns „der Ort der Wirklichkeit, der Wahrheit und für uns alle Ort der Heimat. Wir, die Gemeinderäte sind gefordert, hier mit klaren Beschlüssen Entwicklungen zu ermöglichen, die zum Wohl Forbachs wirklich wichtig sind.
Haushaltsberatungen im Gemeinderat Forbach. Foto: Christiane Lang
Forbach Rathaus - Haushaltsreden haben den Anspruch, in die Zukunft zu sehen und sind wichtigstes Instrument einer Fraktion im Haushaltsjahr allgemein Stellung zu beziehen. Nun war das vergangene Jahr doch von einer Vielzahl an Veränderungen geprägt, die weit in die Zukunft reichen. Erlauben Sie mir deshalb, noch einmal einen kurzen Blick in das vergangene Haushaltsjahr zu werfen.

Veränderungen bei der Bürgermeisterwahl im März und bei der Kommunalwahl im Mai hatten dazu geführt, dass die Bürgermeisterin und auch die neuen Mandatsträger Zeit brauchten, sich in die verantwortungsvollen Ämter einzuarbeiten. Dadurch gerieten viele Projekte, die im vergangenen Jahr als dringend notwendig erachtet wurden und bereits auf den Weg gebracht wurden, wieder ins stocken. In diesem Zusammenhang ist die Umgestaltung der Friedhöfe in Bermersbach und Hundsbach zu nennen, aber auch der dringende Sanierungsbedarf der Hauptstraße.

Bei der Hauptstraßensanierung ist uns das Einvernehmen der Betroffenen wichtig. Ungeachtet des Ausmaßes der Maßnahme, wollen wir, dass auch Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen sowie auch unsere Jüngsten, die noch nicht selbst laufen können, sicher und Barriere-arm den Weg zur Kirche, zur Schule oder zum Bäcker gehen können. Hierzu ist das bisherige Pflaster, das auf der gesamten Breite der Straße verlegt ist nicht geeignet.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, erhebliche Ausgabensteigerungen im Vermögenshaushalt für unsere Straßen müssen mit einem deutlich erkennbaren Plus an Komfort und Sicherheit für unsere Bevölkerung verbunden sein. Der stattliche Zuwachs gegenüber 2014 der Ausgaben im Vermögenshaushalt für Gemeindestraßen und deren Beleuchtung beträgt 588000€, der vom Gemeinderat verantwortet werden muss. Handlungsbedarf besteht unserer Meinung nach auch dringend beim Fußweg zwischen der Einmündung der Friedrichstraße bis zum Krankenhaus. Das kleine Granitpflaster ist mehr Stolperstein als Fußweg und kann weder von Fußgängern noch von Menschen, die auf Kinderwagen oder andere Mobilitätshilfen angewiesen sind, gefahrlos benutzt werden. Für die Anwohner ist dies zudem schwierig, bei diesem Untergrund der Räum- und Streupflicht wirksam nachzukommen. Die Liste der Maßnahmen, die noch anstehen ließe sich um viele weitere Punkte erweitern.

Nur mit zeitigen Investitionen in unsere Gemeindewerke zur Effizienzsteigerung ist der vorgesehene Jahresgewinn von 78500€ zu erreichen. Ob dies aus unserer Sicht erreicht werden kann, ist fraglich, denn das würde beinahe einer Verdopplung des Ergebnisses vor Steuern aus dem Jahresabschluss von 2013 bedeuten. Dieser lag bei 39363 €. Allerdings wurden für die jetzt geplanten Investitionen keine Finanzierungsmittel bereit gestellt, somit sind Kreditaufnahme und Gebührensteigerungen die Folge. Der Haushalt 2015 umfasst 17.135000€, dieser kann nur durch einen Griff in die Sparschatulle, also eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage von 1,5 Mio. € ausgeglichen werden. Dies entspricht ca. dreiviertel des Bestandes der allgemeinen Rücklage!

Die CDU Fraktion hat daher auf die Formulierung kostenintensiver Wünsche für 2015 verzichtet, zumal im Bereich des Umbaus des Feuerwehrhauses in Forbach überraschend hohe Kosten zu erwarten sind. Bei einer Erhöhung der geplanten Kosten um das Doppelte kann man wahrlich von einer Kostenexplosion sprechen. Dies bindet erhebliche Mittel im Haushalt und lässt einige wichtige Projekte nach hinten rücken.

Und längst nicht alles ist mit einem Investitionsstau zu begründen. Diese notwendigen Ausgaben dienen der öffentlichen Sicherheit, die langfristig gewährleistet werden muss. Hätte man zu Beginn der Umbaumaßnahme das Ausmaß erahnen können, wäre sicherlich angebracht gewesen, über ein neues Gebäude an einem alternativen Standort nachzudenken. Doch nun ist es unserer Meinung nach zu spät, diesen Weg zu gehen, die Planung ist bereits vorangeschritten und einige der Punkte, wie der Hochwasserschutz müssten ohnehin an dieser Stelle gemacht werden.

Immer noch unbefriedigend ist die Situation im Langenbrander Feuerwehrhaus. Die Kameraden der Wehr haben noch immer unzureichende Arbeitsbedingungen, hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden. Die Gesamtsituation der Feuerwehr braucht unserer Einschätzung nach ein zukunftsweisendes Konzept unter Einbeziehung des Kreisbrandmeisters.

Zu erheblichen Ausgaben, die in diesem Jahr anstehen kommen geringere Einnahmen, wie z.B. aus der Einkommensteuer durch Bevölkerungsrückgang und der Anteil an älteren nicht mehr erwerbstätigen Menschen hinzu.

Neben den Schlüsselzuweisungen sind eine der wichtigsten Einnahmen im Budget die Erlöse des Waldes. Derzeit ist mit einem Ergebnis von knapp 430.000€aus unserer „Schatzkammer“ zu rechnen. Die Einnahmen aus unserem Wald werden in diesem Jahr erneut für viele Investitionsvorhaben dringlich gebraucht werden. Prognosen, die einen stabilen Holzpreis vorsahen, haben sich bewahrheitet und wir konnten das Holz weiter gut vermarkten. Bei der weiteren Entwicklung des Gemeindewalds kommt man um einen Blick auf den neuen Nachbarn „Nationalpark“ nicht umhin. Hier kommt der Ausrichtung bezüglich der Hiebsätze in den Management- und Entwicklungszonen und einem realistisch zu erwartenden Anstieg des Borkenkäferbefalls erhebliche Bedeutung zu. Ein Überangebot an heimischem Holz führt zu sinkenden Festmeterpreisen und damit zu Mindereinnahmen bei den Holzverkäufen.

Bei der geplanten Zonierung des Nationalparks ist die Gemeinde gefordert, Kenntnis zu nehmen. Die CDU Fraktion will hier allerdings auch klar Stellung beziehen und in Richtung der Verantwortlichen des Nationalparks Forderungen formulieren:
  • Wanderwege und Skiloipen müssen auf Dauer gekennzeichnet, erhalten und gepflegt werden.
  • Der Nationalpark darf einer geplanten Erweiterung des Pumpspeicherwerkes nicht im Weg stehen, Zufahrtswege während der Bauphase und während des Betriebs müssen uneingeschränkt nutzbar sein.
  • Hüttenbetrieb muss dauerhaft ermöglicht werden und für die Betreiber muss die Anfahrt gewährleistet sein.
  • Bejagung im Nationalpark muss so durchgeführt werden, dass die Umliegenden Wälder durch erhöhten Wildbestand keinen Schaden nehmen.
  • Für das Auerhuhn muss auch weiterhin Lebensgrundlage geschaffen werden.
Möglicherweise wird seitens Nationalparks auf unser Mitwirken im Nationalparkrat verwiesen. Daher möchten wir Sie, Frau Bürgermeisterin Buhrke bitten, uns regelmäßig zeitnah über die aktuellen Entscheidungen des NP-Rates zu unterrichten.

Während diese Einnahmen (Wald) auf Erfahrungen basieren, betrachten wir Einnahmen aus Grundstückserlösen und Immobilienverkäufen als spekulativ. Was ist, wenn beispielsweise das Grundstück doch nicht so uneingeschränkt bebaubar ist, tritt dann der Erwerber zurück?

Gausbach hat mit Hilfe des Landessanierungsprogrammes eine sehr positive Aufwertung erhalten. Um noch einige vornehmlich kommunale Vorhaben auf den Weg zu bringen, wollen wir die nochmalige Aufstockung des LSP prüfen. Dann sollten wir LSP für den Kernort beantragen, denn im Bereich Klingenbach sollten Verbesserungen angestoßen werden.

Bei der Entwicklung des Fremdenverkehrs hat der nun seit bereits einem Jahr bestehende Nationalpark bisher zu keiner deutlichen Ausweitung der Übernachtungszahlen geführt. Die jüngste Entwicklung stimmt wenig zuversichtlich. Betreiber von Ferienwohnungen berichten von drastischen Rückgängen, das Personal der Jungenherberge in Forbach muss sich eine neue Aufgabe suchen.

Das Schwarzenbachhotel schlummert weiter im Dornröschenschlaf, wollte doch ein Prinz aus Baden- Baden die Schöne zu neuer Pracht erwecken. Wo bleibt die weitere touristische Aufwertung unseres Premium- Ausflugsziels, der Schwarzenbachtalsperre? Mit E- Mobility sollte auf Anregung unseres CDU Kollegen Werner Schoch weitere Attraktivitätssteigerung erfolgen. Hier ist die Verwaltung gefordert, nachzuhaken, damit solche hervorragenden Ideen nicht in der Schublade landen, sondern Leader Förderung erfahren.

Das ehemalige Hauerskopfhotel ist längst eine Ruine, die weit mehr als Ideale braucht, um daraus wieder ein Ort für irgendeine Nutzung zu werden. Deshalb muss baldig mit dem Besitzer Kontakt aufgenommen werden, um eine positive Entwicklung voranzutreiben. Der Wohnmobilstellplatz- von allen gewünscht, wartet weiter auf eine Realisierung seit nahezu 20 Jahren. Stetig neue Ideen führen nur zu weiteren Verzögerungen, gut zahlende Übernachtungsgäste fahren weiter an Forbach vorbei.

Die CDU vermisst für den Fremdenverkehr den Masterplan! Erfreut sind wir darüber, dass Sie, Frau Buhrke, das vor über einem Jahr begonnene Integrierte Management Verfahren in unserer Gemeinde mit einem von Ihnen erweiterten Personenkreis weiterführen. Hier sehen wir eine gute Form der Bürgerbeteiligung, um dem demographischen Wandel, der uns in allen Bereichen begegnet, mit Lösungen entgegen zu treten. Erste vielversprechende Ansätze gab es wohl dazu in der vor kurzem stattgefunden Zukunftswerkstatt.

Sucht man auf der Homepage im Tal der Murg nach den Highlights der Veranstaltungen, werden hierzu leider keine Ergebnisse gefunden. Wir möchten hierzu Sie, Frau Bürgermeisterin bitten, den neuen Geschäftsführer Herrn Wolfgang Wiegratz in den Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen einzuladen. Wir wollen fragen, wie dies möglich ist in einem Ort, der über eine außerordentlich große Vielfalt an Vereinen verfügt. Vereine, die mit viel ehrenamtlichem Engagement sich für das Gemeinwohl einbringen , jedes Jahr wichtige Jugendarbeit leisten und mit ihren Festen bunt und schön unsere Gemeinde bereichern. Daher steht die CDU auch weiterhin zur sinnvollen und bedarfsgerechten Vereinsförderung, gemäß der Satzung der Vereinsförderrichtlinien und wird diese unterstützen. Dass in unserer Gemeinde das Wohl der Jüngsten uns besonders am Herzen liegt, ist nicht nur an einer Förderung der Vereinsarbeit besonders im Bereich der Jugend zu sehen, sondern auch an den erheblichen Zuschüssen für die Kindergärten. Nach Abzug der Elternbeiträge muss die Gemeinde immer noch 468400 Euro aufbringen, um die sehr gute Erziehungsarbeit in den beiden kommunalen Kindergärten und dem katholischen Kindergarten zu ermöglichen und zu unterstützen. Die Gemeinde leistet hier einen hohen Beitrag, um wohnortnahe und attraktive Angebote für junge Familien zu unterhalten. Wir wollen den Bedarfsgerechten weiteren Ausbau fördern, denn hier sehen wir Möglichkeiten, Familien den Zuzug nach Forbach zu erleichtern. Aber Ausweitung des bereits bestehenden Angebots macht nur Sinn, wenn es auch von den Betroffenen angenommen wird. Denn damit ist eben auch eine Ausweitung der Arbeitszeiten für Erzieherinnen und Betreuungspersonen verbunden, das zu vertreten sein muss.

Im letzten Jahr noch mit Skepsis begleitet, hat sich die Ganztages- Grundschule zu einem Erfolgskonzept entwickelt.35 Schüler nutzen derzeit die Möglichkeit, den ganzen Tag in der Schule gemeinsam zu lernen, Hausaufgaben zu erledigen und gemeinsam mit engagierten Vereinen tolle Freizeitangebote zu nutzen. Die CDU Fraktion unterstützt Mehrausgaben für die Schule, sowohl die geringe personelle Aufstockung der Schulsekretärin als auch die baulichen Maßnahmen wie z.B. die Erneuerung der Toilettenanlagen. Eine Erneuerung der Lern- Software, auch um gute VHS Angebote machen zu können ist aus unserer Sicht spätestens im nächsten Jahr notwendig. Für den Seniorenbereich erneuert die CDU ihre Forderungen aus dem Vorjahr.

Hier besteht weiter dringend Handlungsbedarf. Im Bereich des Begleiteten Wohnens zu Hause ist die Gemeinde ein verlässlicher Partner und trägt dazu bei, dass Senioren in der gewohnten Umgebung sicherer leben. Da die Förderung in diesem Jahr ausläuft, muss unbedingt eine Anschlussförderung angestrebt werden, um dieses Angebot weiter vorzuhalten und auszubauen. Der neu gegründete Seniorenrat hat mit der Bündelung und der Weiterentwicklung der bestehenden Angebote ein umfangreiches Aufgabengebiet. Die Gemeinde wird in diesem Bereich in der Zukunft weit mehr Geld investieren müssen, um auch als altengerechte Gemeinde attraktiv zu sein. 13300 € sind für Seniorenarbeit deutlich zu wenig und es wird überlebensnotwendig für Forbach, hier deutliche Zeichen zu setzen. Die Gemeinde muss passgenaue Angebote schaffen, sollte weiter die Entstehung von Dorfläden in den Ortsteilen unterstützen und die Erstellung von Barriere- armem Wohnraum fördern.

Durch guten beruflichen Kontakt zu Herrn Alexander Walter aus Baiersbronn konnte ich erreichen, dass er sich für die Errichtung eines Pflegeheimes in Forbach interessiert. Dies ist wohl eine der wichtigsten Nachrichten, die in jüngster Zeit Arbeitsplätze für Forbach und Heimat für ältere und pflegebedürftige Mitbürger verspricht. Die CDU Fraktion will, dass alle Anstrengungen unternommen werden, die einer baldigen Realisierung dieses eminent wichtigen Angebotes für Forbach den Weg bereiten. Es gilt, seitens der Verwaltung das Vorhaben offensiv mit eigenem Zutun zu begleiten, um auch gegenüber der Betreiberfamilie unser Interesse deutlich zu zeigen!

Das Kreiskrankenhaus Forbach muss für unsere Bevölkerung ein Haus der „Grund- und Regelversorgung“ sein. Gerade bei medizinischen Notlagen ist es für unsere Bürger beruhigend zu erfahren, dass Ihnen vor Ort geholfen werden kann. Nachdem nun im vergangenen Jahr Chefarzt Dr. Kurt Brandstetter in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde, waren viele Menschen gespannt auf die weitere Entwicklung des Hauses. Das Klinikum Mittelbaden muss allerdings auch wirtschaftliche Erwägungen mit in ihre Überlegungen einbeziehen und so immer wieder neu über die Ausrichtung von einzelnen Häusern beraten, dennoch ist die Bevölkerung im ländlichen Bereich nicht von schneller medizinischer Hilfe abzukoppeln! Weil das Kreiskrankenhaus nicht nur in und für die Bevölkerung einen hohen Stellenwert hat, sondern auch der größte Arbeitgeber auf unserer Gemarkung ist, deshalb ist die Zukunft dieses Hauses Chefsache! So schnell wie möglich beantragen wir einen informellen Austausch mit Herrn Geschäftsführer Jürgen Jung hier im Rat bitten. Ebenso von Interesse ist die Zukunft der hausärztlichen Versorgung. Hier wird ein Schulterschluss mit der Kassenärztlichen Vereinigung und den Krankenkassen gesucht werden müssen, um auch in Zukunft wohnortnahe und ausreichende medizinische Versorgung durch niedergelassene Ärzte für unsere Einwohner sicher zu stellen.

Doch nur wenn auch wohnortnahe Arbeitsplätze in qualifizierten Berufen vorhanden sind, wird es auf Dauer möglich sein, unsere Einwohnerzahlen zu stabilisieren.

Diese werden aber nur hier bleiben oder mit ihrem Betrieb zu uns kommen, wenn sie Möglichkeiten für schnelle und stabile Internetverbindungen und zeitgemäße Telekommunikationsmöglichkeiten vorfinden. Dies ist zunehmend in den alten Ortsteilen unzumutbar und daher fordern wir die Verwaltung auf, hier beim Land massiv auf eine Verbesserung der Situation in ganz Forbach, besonders dringend in Hundsbach für unsere wichtigen Gewerbesteuer- und Einkommenssteuerzahler zu pochen. Der Fortgang der Entwicklung muss in der Verwaltung mit Priorität verfolgt werden, um zeitnah das Leben in den Höhengebieten zu erleichtern. Gerne wird die Gewerbesituation in einem Atemzug mit „Wolfsheck“ genannt. Die dortige Entwicklung als das alleinig „Seligmachende“ für Forbach zu sehen, betrachten wir kritisch. Wir möchten nach Vorlage des Gutachtens über die Potentiale des Areals dieses zunächst intensiv beraten.

Ein Erwerb dieses Gebietes ohne ernsthafte Interessenten konkret zu kennen, macht aus unserer Sicht wenig Sinn. Nach Verwaltungsmeinung ist eine Förderung nicht in Sicht. eine Förderung Denn schon heute, ohne dass die Gemeinde Eigentümer ist, steht einer gewerblichen Nutzung nichts im Wege. Im Gegenteil, die Karlgruppe versucht seit Jahren vergeblich hier Gewerbe neu anzusiedeln. Weshalb sollte uns dies dann besser gelingen? Es nützt ebenso wenig, auf einen vermeintlichen Wirtschaftsförderer zu schielen. Diesen können sich Gemeinden des Murgtals nur im Verbund leisten, unserer Meinung nach zumindest wir nicht alleine, und dieser wird dann die Vermarktung mit den Filetstücken in attraktiver verkehrsgünstiger Lage beginnen. Hierzu, meine sehr verehrten Damen und Herren, genügt ein Blick auf die Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie für Existenzgründer und keines Prophetenhaften Blickes in die Zukunft. Dort steht, verantwortet von Herrn Minister Sigmar Gabriel, SPD, zu lesen: „Harte Standortfaktoren lassen sich in Daten und Zahlen wiedergeben und haben messbaren Einfluss auf die Unternehmenstätigkeit.

Zu den wichtigsten harten Standortfaktoren gehören:
  • Kunden: Nähe und Kaufkraft?
  • Zulieferer: Nähe und Qualität?
  • Konkurrenten: Nähe und Leistungsspektrum?
  • Kooperierende Unternehmen: Nähe und Leistungsspektrum?
  • Gewerbeflächen: Verfügbarkeit und Kosten?
  • Arbeitskräfte: verfügbar und qualifiziert?
  • Forschung und Entwicklung: wissenschaftliches Umfeld?
Für den Erwerb der Fläche würden wir Geld benötigen, das wir nicht mehr im Sparstrumpf haben. 2015 wird auf die Rücklage aus sparsamen Jahren zurückgegriffen, 2016 werden wir hieraus keine Entnahmen mehr nehmen können. Den unbedingten Willen einer Belebung haben wir bereits gezeigt. Auf Anregung von unserem Fraktionsvorsitzenden Albert Fritz haben wir ermöglicht, dass kleine Unternehmen mit wenig Flächenbedarf oder Dienstleister sich für einen längeren Zeitraum mietfrei in Räumen des Verwaltungsgebäudes niederlassen können. Nach unserer Kenntnis hat dies trotzdem nur zu geringer Nachfrage geführt. Hierwollen wir von der Verwaltung wissen, ob es denn zu mehr als einer Nachfrage kam und welche Anstrengungen seitens der Verwaltung zur Vermietung unternommen wurden.

Wir befürchten, dass auf Grund der aktuellen Entwicklung und der ausbleibenden Fördergelder der Neubau der Sporthalle in weite Ferne gerückt ist. Wir können die Enttäuschung der engagierten Sportler verstehen und hätten hier auch lieber beste Rahmenbedingungen in Form von sprudelnden Einnahmen für den Sporthallenneubau verkündet.

Auch ohne Hallenneubau sind wir in unserer Gemeinde mit den vielen Ortsteilen shr gefordert bei der Unterhaltung unserer Gebäude. Oben an stehen hier die Kosten für unsere Hallen, als Schwert des Damokles entpuppt sich langsam der Sanierungsstau an der Murghalle. Einst architektonisches Flaggschiff unserer Gemeinde ist dieses Gebäude in keiner Weise mehr zeitgemäß. Ein kleiner erster Schritt wurde im vergangenen Jahr mit der neuen Möblierung erreicht. Hier muss in den kommenden Jahren dringend „Hand angelegt“ werden, nachdem eine gründliche Bestandsaufnahme aller Sanierungsbedarfe in allen gemeindeeigenen Gebäuden mit einer etwaigen monetären Einschätzung stattgefunden hat. Dazu müssen dann vernünftige zukünftige Nutzungskonzepte auch unter Einbeziehung der Vereine erarbeitet werden.

Um unseren Haushalt im Folgejahr ausgleichen zu können ist des Weiteren eine Rückführung des Stammkapitals der Gemeindewerke von 800 000 € vorgesehen. Ein Schachzug, der leider nur einmal und das auf Kosten der Kreditwürdigkeit geht. Gleichzeitig ist für das Jahr 2015 die Erhöhung der Kreditaufnahme für die Gemeindewerke geplant. Wir fordern deshalb alternativ einen schlüssigen Finanzierungsplan für alle großen Ausgabenblöcke mit klarer Benennung der zeitlichen Amortisation. Denn „wir sind verantwortlich für das, was wir tun und auch für das, was wir nicht tun“ sagte bereits der französische Philosoph Voltaire. Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

Zu einer gepflegten Gesamterscheinung Forbachs gehören auch Landschaftspflege und Unterhaltung der Wege. Wer meint, dass die Gemeinde alle ihre Grundstücke pflegen soll, auch die ortsfernen, der seinerseits ist wirklichkeitsfern. Denn das Potential der fleißigen Herren aus dem Bauhof hat auch seine Grenzen. Vielfältig sind die Aufgaben und hoch das Arbeitspensum. Gerade im Sommer ist es nur allzu einfach, bei irgendwelchen „Unwegbarkeiten“ (Unwägbarkeiten) nach dem Bauhof zu rufen, wenn die Sicht von einer Sitzbank aus durch Gestrüpp behindert wird.

Wir möchten effizienten Personaleinsatz fördern, dort Landschaftspflege in Gemeindehand betrieben wissen, wo dies mit Maschineneinsatz in annehmbarem Zeitaufwand zu bewältigen ist. Wir möchten gerne von der Verwaltung wissen, wie sich der neue Mähroboter bewährt hat. Wo er zum Einsatz kam und ob er von mehreren Mitarbeitern bedient werden kann. Dort, wo Menschen zu ihrer Verantwortung für die Unterhaltung ihrer Wiese stehen, müssen diese unterstützt werden. Wir brauchen keine neuen naturschutzrechtlichen Einschränkungen und Vorgaben, sondern ein vernünftiges Miteinander von bereits vorhandenen Pflegemaßnahmen. Abschließend stellt die CDU fest: ohne Gaise (also Ziegen) geht in der Landschaftspflege halt nichts. Nur sie sind Garant dafür, dass Stockausschläge in Schach gehalten werden. Und das zu einem attraktiven Stundenlohn.

Das Erscheinungsbild unserer Gemeinde wird begleitet von einer nicht mehr zeitgemäßen Aufmachung unserer Homepage. Mit der Überarbeitung oder gar einer Neugestaltung waren schon einige Personen unserer Gemeinde betraut. Hier heißt es nun am Ball bleiben, damit der Internetauftritt unserer Gemeinde Lust macht, sich zu informieren oder auch hier zu verweilen.

Abschließend danke ich namens der CDU-Fraktion allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde einschließlich des Bauhofes für ihre gute Arbeit, ich danke ganz besonders Ihnen, Herr Spinner und Ihren Mitarbeitern für die Vorbereitung des 291 Seiten starken Plans, danke den Herren Amtsleitern Dietrich und Hudezceck mit ihrem Team für die stets gute Sachinformationen ,aber auch Ihnen, Frau Bürgermeisterin Buhrke, für Ihre konstruktive Unterstützung bei der Entscheidungsfindung. Den anderen Fraktionen und der Gemeinderätin der Grünen ein Dankeschön für die wirklich gute und respektvolle Zusammenarbeit.

Die CDU Fraktion stimmt dem vorgelegten Planungswerk 2015 in allen Bereichen zu und wünscht allen hier und in der Gemeinde ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2015.
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